 |
Wie die Mineralien und Spurenelemente sind auch die Vitamine lebensnotwendige Substanzen, die der Körper nicht selbstständig bilden kann und die ihm deshalb ständig zugeführt werden müssen. Verschiedene Vitamine übernehmen jeweils spezielle Funktionen im Organismus. So beeinflussen sie z.B. die Umwandlung von Nahrung in Energie, den Aufbau von Körpergewebe, das Immunsystem, die Bildung von Hormonen, die Entgiftung des Körpers und die Enzyme, die bei allen möglichen Lebensprozessen beteiligt sind.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts sind Mediziner durch Erforschung der Mangelerkrankungen den Vitaminen auf die Spur gekommen. Der Name Vitamin setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen vita (Leben) und amin, was auf die chemische Struktur eine organische Stickstoffverbindung verweist.
In Zusammenhang mit Burnout sind vor allem Vitamin C, die Vitamin-B-Gruppe, Magnesium und Eiweiß wichtig, da sie positive Einflüsse auf die Stresschemie haben.
Vitamin C
Vitamin C kommt vor allem in Obst und Gemüse vor, sein Gehalt sinkt jedoch beim Kochen, Trocknen oder Einweichen sowie bei der Lagerhaltung. Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits enthalten in reifem Zustand unmittelbar nach der Ernte viel Vitamin C. Rotkraut, Weißkraut und Sauerkraut sind ebenfalls Vitamin-C-Lieferanten. Sauerkraut war lange Zeit in der Seefahrt von Bedeutung, da ein haltbares, an Vitamin C reiches Nahrungsmittel benötigt wurde. Vitamin C ist ein Radikalfänger und hat eine antioxidative Wirkung.
Vitamin B
Die Gruppe der B-Vitamine kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor (z. B. Broccoli, Spinat oder Grünkohl aber auch in Leberprodukten oder Fisch). Eine Ausnahme stellt Vitamin B12 dar, welches in pflanzlichen Lebensmitteln nicht enthalten ist und auch h im Gegensatz zu allen anderen wasserlöslichen Vitaminen im Körper gespeichert werden kann.
Magnesium
Magnesiummangel löst beim Menschen Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit,Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe aus. Im Bereich von Psyche und Stoffwechsel wird vermutet, dass auch Depression und schizophrene Psychosen durch einen Magnesiummangel verstärkt werden. Auch kann es durch Mangel zum Herzinfarkt kommen.
Magnesium ist besonders in Vollkornprodukten enthalten (z.B. Vollkornbrot, Reis, Vollkornnudeln) sowie in Mineralwasser, Geflügel und Fisch.
Proteine
Proteine, umgangssprachlich auch Eiweiße genannt, sind aus Aminosäuren aufgebaute Makromoleküle. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Sie verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind die molekularen Maschinen, die Stoffe transportieren, chemische Reaktionen katalysieren und Signalstoffe erkennen.
Sehr proteinhaltige Nahrungsmittel sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse sowie Hülsenfrüchte, wobei Soja mit 41% den höchsten Proteinanteil aufweist. |
 |